Immer in Bewegung
Als Kind war ich ein bisschen wie Forrest Gump: Ich bin überall hingerannt, ohne Grund. Vielleicht war das Leben deshalb so bunt. Daneben habe ich so ziemlich jede Sportart ausprobiert, die mir begegnet ist. Heute sind es vor allem drei: Fussball, Krafttraining und Triathlon.
Disziplin schlägt Motivation
Dann wurde ich älter. Studium, Freunde, Alltag – und irgendwann kam, was alle kennen: Ich hatte schlicht keine Lust mehr, trainieren zu gehen. Eine Weile habe ich darauf gewartet, dass die Motivation zurückkommt. Sie kam nicht zuverlässig. So habe ich verstanden, dass Motivation kein Plan ist. Sie kommt und sie geht, und wer auf sie wartet, fängt nie an. Was trägt, ist Disziplin. Seither habe ich mir Techniken angeeignet, um dranzubleiben – auch an den Tagen ohne Lust. Genau die gebe ich dir weiter.
Die 80/20-Regel
Mit dem Krafttraining kam die Theorie. Ich wollte alles verstehen: was Muskeln brauchen, wie der Körper aufgebaut ist, was beim Training in ihm passiert. Irgendwann habe ich alles gemessen und berechnet. Der Effekt war das Gegenteil von dem, was ich wollte – das Training machte weniger Freude, und mit der Freude ging die Disziplin. Daraus ist meine 80/20-Regel geworden: Achtzig Prozent des Ergebnisses kommen von zwanzig Prozent des Aufwands. Der ganze Rest – das letzte Feilen, das Messen, das Rechnen – kostet viel und bringt wenig. Wissen ist wichtig, aber es soll dir dienen, nicht umgekehrt. Am Ende sagt dir dein Körper besser als jede Zahl, ob eine Bewegung stimmt.